11. Juni 2010

Kräuterkunde 1

Wie versprochen beginne ich heute mit einer kleinen
Kräuterkunde. Ich werde hier immer wieder verschiedene
Wildkräuter vorstellen, die im allgemeinen nicht so
bekannt sind, bzw. von denen man nicht unbedingt weiß,
dass sie essbar sind. Dabei haben einige so tolle Inhaltsstoffe
in großen Mengen, das man keinesfalls darauf verzichten sollte
- vor allem, da die meisten an jeder Ecke wachsen
und man sie gar nicht extra kultivieren braucht.

Die erste Pflanze, der ich mich widmen möchte ist:

gewöhnlicher Giersch, Geißfuß
Aegopodium podagraria L.





Er ist mehrjährig, wird bis zu 90 cm hoch und
blüht von Mai bis September weiß.
Man findet ihn in halbschattigen, feuchten Lagen,
oft an Waldrändern. Er vermehrt sich stark über Wurzel-
ausläufer (das ist der Grund, warum wir ihn meist
vehement bekämpfen)

Blätter und Blüten
Die jungen Blätter können von März bis Mitte Juni
(zarte, frische Blätter die ganze Saison) roh im Salat
oder auch gedämpft als Gemüse verwendet werden.
Die Blüten verwendet man als essbare Dekoration oder als
aromatische Zutat in Suppen.
Die Früchte sind frisch oder getrocknet
ein vielseitiges Gewürz.



Geschmack
Die zarten Pflanzenteile des Giersch erinnern an Möhre
und Petersilie, die Blüten sind süßer, die Früchte schärfer.
Auch Stiele und Knospen habend dieses Aroma
und sind dabei sehr saftig

Inhaltsstoffe
Reich an Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Zink
und Kupfer und beeinhaltet ein mehrfaches an
Vitamin A, C und Eiweiß als z.B. der Kopfsalat.
Außerdem Harz, ätherisches Öl,
Flavonoide und Phenolcarbonsäuren.



Heilwirkungen
Volksmedizinisch bei Rheuma- und Gichterkrankungen.
Außerdem wird z.B. das zerquetschte Kraut für
Umschläge bei Verbrennungen und Insektenstichen
sehr geschätzt.

Die Informationen stammen aus dem Buch
"Essbare Wildpflanzen"
sehr empfehlenswert!!! AT Verlag.
Ich habe das Buch letztesJahr von einer lieben Freundin
zum Geburtstag bekommen und bin dann tagelang mit
dem Buch in der Hand und ständig an Pflanzen knabbernd
durch den Garten gelaufen und war absolut begeistert,
was man so alles essen kann und wie lecker
es tatsächlich teilweise ist.

Viel Spaß beim testen und guten Appetit!

Kommentare:

  1. Tolle Idee! Ich bleieb auf alle Fälle dran! :)
    Liebe Grüße, Juliane

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  2. Hi Antje,im Garten sollte man den Giersch am besten nur im Kübel anpflanzen,da er wirklich ein hartnäckiger geselle ist.So schnell wie der wächst bekommt man ihn nicht aufgegessen..
    LG Astrid
    Ich bin einmal im Monst im Kräuterkurs...man kann wirklich viele Wildkräuter essen!!!!!!

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  3. Ja, man sollte viel mehr mit allen Sinnen genießen! Deine Idee Kräuter vorzustellen finde ich prima. Ich werde bestimmt dein Lieblingsleser!;o)
    Liebe Grüße von
    Quincy

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  4. Guten morgen - ich geniesse auch oft unsere Kräuter im GArten - abe der Giersch gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingskräutern, da er bei uns "wild" und sehr platzergreifend aus Nachbars Garten herüberkommt. Und dann mag man ihn wirklich nicht mehr so sehr - wie auch beschrieben - durch Wurzelausläufer erstickt er dadurch so manche andere schöne Pflanze und wird zur Plat - mindestens so schlimm wie die Ackerwinde.
    Herzliche Gürße und eine schöne Woche wünscht
    Jacqueline

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