11. April 2011

Kräuterkunde 3

Letztes Jahr habe ich mit einer kleinen Kräuterkunde begonnen, 
die ich heute mal weiter führen möchte. Im Moment gehe ich wieder oft mit meinem Lieblingskräuterbuch durch den Garten und schau, 
was noch alles so wohlschmeckend essbar ist, damit es zukünftig nicht mehr einfach 
als Unkraut behandelt wird. Heute habe ich dieses entdeckt:

Wiesenschaumkraut
Cardamine pratensis


Auf nassen bis feuchten Wiesen, gelegentlich auch in Auenwäldern 
und Flachmooren auf Ton-, Lehm- und torfigen Böden 
...und bei uns im Garten...

Blätter
Von April bis Mai eignen sich die Blätter für Salate und Suppen. 
Ab Juni werden die Blätter bitter.
Sie haben ein kresseartiges, kräftiges Aroma.

Knospen, Blüten und Stengel
Von April bis Juni kann man sie hervorragend für Kräuterbutter, Pesto, Kräuterquark 
oder als Zugabe im Salat verwenden. Sie sind eine würzige essbare Dekoration. 
Die Stengel sind würzige Beigabe für Gemüse und Suppen.



Samen
Ab August sind die Samen als scharfer Brotbelag oder 
getrocknet und geschrotet als Pfefferersatz verwendbar.

Geschmack
Kresseartig bis bitter.

Heilwirkungen
Scharf schmeckende Senfölglykoside, Mineral- und Bitterstoffe, 
Vitamin C bis zu 360g/100g (dreifacher Tagesbedarf)

Wiesenschaumkraut regt die Leber- und Gallentätigkeit an. 
Es wirkt krampflösend, verdauungsfördernd und kann auch gegen 
rheumatische Beschwerden genutzt werden. 
Dem Pflanzenextrakt wird eine positive Wirkung bei Husten 
und Asthma nachgesagt. Volksmedizinisch als 
Blutreingungsmittel verwendet. Homöopatisch bei Magenkrämpfen.

Bei uns gab es gestern einen großen Salat, bestehend nur aus Kräutern und (Un-)kräutern aus dem Garten. Dabei waren Gänseblümchen, Veilchen, Giersch, Wiesenschaumkraut, behaartes Schaumkraut, Süßdolde, Zitronenmelisse, Bärlauch, guter Heinrich, Rapunzelglockenblumenblätter, Sauerklee, römischer Sauerampfer, Waldmeister und Löwenzahn. Es war ein köstlicher Energiespender!

Viel Spaß beim testen und guten Appetit!
Therés die Kräuterfee


Quelle: Essbare Wildpflanzen vom AT Verlag

Kommentare:

  1. danke für die Infos!
    bisher wusste ich gar nicht, dass man das Wiesenschaumkraut verzehren kann..
    ich habe es früher als Kind in unserem Garten gepflückt und als Strauß meinen Eltern geschenkt. :))

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Theres!
    Da kommen Kindheitserinnerungen hoch. Früher habe ich Wiesenschaumkraut gesammelt und sie zu kleinen runden Sträußen gebunden. Es sieht einfach schön aus!
    Ganz liebe Grüße, Anna

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Du Kräuterfee!
    Bei uns wächst es auch im Garten und wandert gelegentlich in Salate oder auf Desserts- früher gab es für meine Mami immer ein Sträußchen zum Muttertag...
    Ich finde es auch toll, dass die Schätze der Natur wieder in Mode sind und die erste Radtour mit meinem Schatz war eher ein Wildkräuterpicknick (er hat immer gehofft, ich wolle ihn nicht vergiften...)
    Liebe Grüße,
    Irina

    AntwortenLöschen
  4. Vielen Dank du Kräuterfee...
    heute nachmittag habe ich es noch für meine Mama gepflückt und mir wollte der Namen nicht mehr einfallen...
    GGLG Astrid

    AntwortenLöschen
  5. Vielen Dank du Kräuterfee, heute nachmittag habe ich es noch für meinen Mama gepflückt und mir wollte der Namen nicht mehr einfallen...
    GGLG Astrid

    AntwortenLöschen
  6. uuuuuuuuuuuuuups echt essen...????????
    lg mona

    AntwortenLöschen
  7. Vielen Dank für diese vielen Infos zu dem wunderschönen Kraut! Das haben wir grad auch zu Hauf auf unserer Wiese hinterm Haus :O)

    Ich wünsch Dir einen schönen Tag!
    ♥ Liebe Grüße Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  8. Ha, wie passend........ gerade kam mein Sohn aus der Schule und berichtet mir er müsse für Bio Wiesenkräuter sammeln und pressen.........!!
    Werde ihm gleich mal Dein Wiesenschaumkraut zeigen, mal sehen ob er eines findet..........
    Danke für die Buchempfehlung...können wir wahrscheinlich gut gebrauchen
    ♥BunTine

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Kräuterfee,

    diese Rubrik gefällt mir, also bitte mehr davon. Ich lerne gerne Neues dazu, besonders wenn es in unserer heimischen Natur zu finden ist.

    Viele Liebe Grüße

    Anke

    AntwortenLöschen
  10. hm, lecker, das blüht hier in irland auch und ich nasche so gerne die süßlichen blüten.... nur in unserem garten will es nicht so recht heimisch werden.

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deine Nachricht!